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Children are naive -- they trust everyone.
School is bad enough, but, if you put a child anywhere in the vicinity of a church,
you're asking for trouble. - F.Zappa

Posting 1025 - 20.11.2002
Think. Don't Link
und so stieg er wiedermal auf seine Soapbox um sich Freunde zu machen...

Es wird langweilig in vielen Weblogs, anstatt sich selbst ein paar Gedanken zu machen sieht man immer häufiger einen Link auf irgendeine belanglose Story bei Spiegel Online, versehen mit einem kurzen, meist unüberlegten Kommentar. Ist das alles? Ist das gar schon Journalismus?
Die boulevardisierte Welt von Spiegel Online darf nicht die einzige Nachrichtenquelle sein, wer sich nur dort informiert oder gar blind regelmäßig Texte übernimmt, outet sich als nichtdenkender Mitläufer, als durchschnittlicher Stammtischbruder, genau das was eigentlich den gemeinen Weblog-Schreiber vom Rest der browsenden Welt trennen sollte.
Wie immer in solchen Fällen startet eine Gegenbewegung (zur Abwechslung mal hier) mit der Aufforderung nicht mehr auf Spiegel Online zu verlinken. Und auch wie immer gibts dazu einen kleinen Button (irgendwer sagte mal das seien die Autoaufkleber des Webs) der hiermit zur allgemeinen Verbreitung freigegeben ist:
thinkdontlink
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Kommentare bisher:

[1]
O.k., die Ironie, dass jemand, der sich den Button aufs Log kleben und bei der Aktion mitmachen würde, natürlich genauso ein blöder Mitläufer ist, ist wohl beabsichtigt, vermute ich einfach mal.

Aber davon abgesehen, verstehe ich es auch nicht: die Kritik ist zwar berechtigt (nur Spiegel linken oder Heise-Ticker abtippen und irgendeinen gedankenlosen Zweizeiler hinrotzen kann jeder, ist langweilig, okay), aber da fehlt mir ein Stück Logik-Kette hin zur radikalen Konsequenz ÜBERHAUPT nicht mehr auf den Spiegel zu linken. Zum Beispiel um gute Kommentare zu guten Artikeln abzulassen (beides solls ja geben).

BTW: ich selbst vermeide Spiegel-Links, wo ich kann. Aber aus einem anderen Grund: die Artikel sind nur 3 Monate lang frei zugänglich.

[2]
Ebenfalls keine Zustimmung. Argumentation hier:
http://bened.calypseserver.de/cgi-bin/tegecoma/teg.pl?page=15&articles=294#art_294_294

[3]
Think, don't link. Was ihr hier vorschlägt ist argumentativ eher ein Rohrkrepierer. Die Essenz vom bloggen ist es ja gerade zu linken. Bei Weblogs gilt: Link = think und think = link. Und wenn es ein Link auf Spiegel Online oder Heise ist, dann sagt dies noch lange nichts aus über die Qualität des Beitrages. Ebensowenig ob der Beitrag aus einer oder 35 Kommentarzeilen besteht.
Dass ich einen Beitrag mit einem Link und drei Worten als Kommentar schreiben kann, ist ja gerade die Essenz des Bloggens. Der Anspruch eines Weblogs ist eben nicht a priori journalistisch zu sein,

[4]
lasst mal alle eure Sarkasmusdetektoren ueberpruefen...
vgl. dort

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