Kommentare bisher:
[1]
BTW: oberpeinlich ist der heute/mittwoch erschienene artikel auf der medienseite der SZ von willi winkler (http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/getArticleSZ.php?artikel=artikel3018.php), der nichts anderes enthält, als eine zusammenfassung des NY Times-editorials.
liebe SZ, entweder man druckt das ding, übersetzt, ganz ab, oder läßt es sein. aber einen willi winkler eine zusammenfassung des artikels schreiben zu lassen, die kein jota eigenen gedanken enthält, ist gegenüber dem leser schon fast als betrug zu bezeichnen...
BTW: wie kommt es dass die NY Times als "patriotisch" bzw. "konservativ" bezeichnet wird? ich finde eine relativ große bandbreite an meinungen vertreten (stichwort: maureen dowd).
dogfood [
e-mail] 19.02.2003 18:18 CET
[2]
stimmt, die sz hat sich damit nicht mit ruhm bekleckert.
zur nyt: ist sicher nicht so konservativ wie das wall street journal oder so patriotisch wie die new york post, aber wenn man sie gelegentlich liest, hat man schon den eindruck dass sie bis auf ausnahmen weit von einem unabhängigen und neutralem blatt entfernt ist. patriotismus ist in us zeitungen aber allgemein weiter verbreitet als z.b. in deutschland, genau wie er in der bevölkerung sehr viel ausgeprägter ist als in anderen ländern.
Andreas [
www] [
e-mail] 19.02.2003 23:35 CET
[3]
Viele Konservative in den USA verwechseln Loyalitaet zu Bush mit konservativer Grundhaltung. Das aendert sich gerade grundlegend. Bush's performing rates sind im Keller. Selbst konservative glauben nicht mehr das Bush ein besonders guter President ist. Der Krieg im Irak zieht sich hin, taeglich werden amerikanische Soldaten getoetet, die Reaktion auf den Hurrican Katrina war langsam und nicht ausreichend, die Ausgaben und Verschuldung waechst in den Himmel und Bush denkt an Ausweitung des Krieges nach Syrien und Iran.
Besonders mit dem Iran ist nicht zu spassen. Dort versucht Bush das gleiche Muster wie im Irak. Anschuldigungen ohne Beweise, Inspektionen die keine Belege von Verschuldungen hervorbringen und so weiter. Bush treibt die USA in weitere Kriege ohne Ruecksicht auf die innere Situation in den USA. Der Iran hat Waffen von den USA erhalten, die die Navy im persischen Golf innerhalb von Stunden ausloeschen kann. Die GUS hat aufgrund ihrer finanziellen Lage Missiles entwickelt die die amerikanische Navy zerstoeren kann, die SS-N-22 sunburn missile und die neuere Entwicklung Yakhont kann die amerikanische Schiffe versenken ohne grosse Kosten und ohne grossartige Gegenwehr. Diese Waffen wurden an China und auch an den Iran verkauft.
Bush entwickelt sich zu einem warmonger. Hier in den USA ist so langsam die Rede von Impeachment (Misstrauensvotum). Fuer einen Presidenten der die militaerische Option ueber eine diplomatische stellt kann das fatal werden.
derzeit ist mit den Demokraten allerdings kein Staat zu machen. Die Ratings fuer die D'rats sind niedriger als Bush's. Die Auseinandersetzungen zwischen extrem links und mitte links muessen die D'rats erst ausarbeiten, das kann zur Abspaltung und Staerkung der gruenen Partei fuehren.
Hillary Clinton wird vermutlich fuerdie D'rats als Kandidatin nominiert werden. Sie versucht sich gerade als mitte links zu profilieren. Das kann erfolgsversprechend sein. Die Frage ist wen die Konservativen als Gegenkandidat aufstellen koennen, McCain und Guiliani sind wohl die beiden mit den meisten Erfolgsaussichten.
Alle 3 Kandidaten sind vermutlich europafreundlich eingestellt und werden die Abdrift stoppen. Mit Bush ist das nicht moeglich.
Wenn Europa auf seinen Friedenskurs besteht wird das reaktionen auf die USA haben. Derzeit wird in vielen Kampagnen versuch, eine Trennung zwischen Islam und Christentum/Judentum hervorzurufen und auf eine Auseindandersetzung ungeahnten Ausmasses vorzubereiten.
Europa kann hier ausgleichend und maessigend wirken. Das wird wohl die Hauptrolle Europas mit Hinblick auf die USA sein.
Werner [
www] [
e-mail] 19.10.2005 07:10 CET
[4]
@Werner: you are aware that you replied to a posting from February 2003, aren't you?
anyway, thanks for your input - as an avid NPR listener i'm very much aware of the current developments in the the US. however, i haven't heard any real consideration of an impeachment - that might be wishful thinking.
Andreas (dekaf) [
www] [
e-mail] 19.10.2005 08:12 CET
Einen Kommentar hinzufügen: