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If we can't be free at least we can be cheap. - F.Zappa

Posting 1280 - 07.05.2003
Etwas für Verschwörungstheoretiker
Die Carlyle Group ist einer der grössten Investoren der US Rüstungsindustrie, zu deren Portfolio bis vor ein paar Jahren auch United Defense Technologies gehört hat, eben jene UDT, die George W.Bush neulich noch besucht hat. Für die Carlyle Group arbeitet auch George Bush sr. als Berater, sowie James A. Baker, früherer White House Chief of Staff. Und lange Jahre war Frank Carlucci Vorsitzender (heute noch Ehrenvorsitzender), der davor neben vielen anderen Regierungsämtern u.a. Verteidigungsminister 1987-89 und Vize beim CIA 1978-80 war. Ebenjener Carlucci ist auch ein alter Schulspezl von Donald Rumsfeld, die zwei hatten am College sogar ein gemeinsames Zimmer. Dann war auch noch bis kurz nach dem 11.September 2001 die Familie Bin Laden Anleger bei der Carlyle Group, wohlgemerkt zur gleichen Zeit als Bush senior auch dort arbeitete, während Bush junior seinen Krieg gegen Osama begann.

Man könnte sich dazu einiges zusammenreimen, welche Entscheidungen von wem beeinflusst werden müssen um Gelder zugunsten von Carlyle ins fliessen zu bringen, aber auch ohne jeglichen bösen Unterstellungen bleibt ein fader Beigeschmack über Interessenkonflikte und die Leichtigkeit mit der Politiker in die höchsten Ränge von Industrie und Wirtschaft wechseln.
Über die Carlyle Group gibt es ein neues Buch von Dan Briody »The Iron Triangle: Inside the Secret World of the Carlyle Group« sowie ein aktuelles Interview mit ihm bei FreshAir die genau diese Problematik hinterfragen. Das Interview lohnt sich anzuhören, schon allein weil im letzten Drittel ein Pressesprecher von Carlyle zu Wort kommt, der sich hörbar windet dass es eine wahre Freude ist, Ari Fleischer ist vergleichsweise offen.
Kommentare bisher:

[1]
derartige seilschaften gibts in vielen ländern. kann es sein, dass in amiland die politiker einfach nur dreister sind?
interessenkonflikte muss es nicht zwangsweise geben, wenn man den aktuellen vom vorherigen job trennt. was viel schlimmer ist, ist der lobbyismus (auch in D), mit dem diverse interessengruppen massiven druck und einfluss auf politische entscheidungen ausüben, ohne dafür vom volk gewählt zu sein. gute beispiele in D sind agrar- und pharma-lobby.

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