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You get nothing with your college degree - F.Zappa

Posting 1526 - 12.10.2003
Kulturgut- und Wortverhunzung
Wenn heute von einem Kiosk gesprochen wird, dann meint man sehr oft ein (neudeutsch) Selbstbedienungs-Terminal.
Dabei stammt Kiosk vom türkischen »köşk« für einen Gartenpavillon ab, beschreibt also die klassische Variante, eine Bude, an der Zeitungen, Tabak und Getränke verkauft werden. In Österreich auch sehr treffend Trafik genannt, vom arabischen »tafrīq«, was soviel heisst wie »Kleinverkauf«.
Am schönsten jedoch finde ich die mir nur aus dem hessischen geläufige Version »Wasserhäuschen« - leider durch die dort saufenden Gestalten etwas in Veruf geraten, dabei hat es durchaus Kultur sich mit guten Freunden am Wasserhäuschen auf ein Bier zu treffen. Wasserhäuschen (ursprünglich Trinkhallen) haben einen Sonderstatus bezüglich der Öffnungszeiten, da sie durch eine Schanklizenz eher der Kategorie Gasthaus als dem Einzelhandel angehören. Dieser Vorteil wird ihnen aber mehr von den »Tanken« streitig gemacht. Nur wer stellt sich schon auf ein Bier in die Tanke?
Kommentare bisher:

[1]
»Trinkhalle: ruhrgebietstypische Einrichtung vom Rang eines soziokulturellen Zentrums; flächendeckend« (Claus Sprick: Hömma! Sprache im Ruhrgebiet)

[2]
> Nur wer stellt sich schon auf ein Bier in die Tanke?

Meinen Erfahrungen nach genug Leute... - die allerdings auch eher der Gruppe der von Dir zitierten "Gestalten" angehören.

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