Beim durchklicken vieler Weblogs fällt mir auf, wie viele von A bis Z durchgestylt sind, der Inhalt immer in den selben selbstdefinierten Grenzen zelebriert wird und dabei durch permanente Wiederholung nichts mehr passiert. Der Anspruch mancher leblosen Perfektionisten aus allem Kunst zu machen, ein schwarz-weiß Foto hier, ein paar philosophische Weisheiten in der ersten Person singular dort, dazwischen Einträge aus ein oder zwei Worten. Nur ja nichts verändern, das Weblog ist ein Gesamtkunstwerk, genau wie der Inhalt des Kühlschranks oder die Anordnung der Pflanzen im Vorgarten. Langweiler, die davon träumen, das ihre Biographie im Feuilleton abgedruckt wird, deren Leben aber nicht genug für 2Minuten Nachmittagsfernsehen hergibt.