FußballbuchbashingoverkillUntertitel: der 8. Weblog-Artikel zum 20. Zeitungsartikel zum 100.Fußballbuch.
Es ist bekannt, dass sich an der bevorstehenden WM viele Leute bereichern wollen. Das gelingt mal mehr, mal weniger elegant und ist in einem Land, dessen System eine Form von Marktwirtschaft darstellt auch legitim. Ebenso offensichtlich werden allerorts genau jene Versuche angeprangert, oft von Medien, die an der WM selbst gut verdienen. Manches, wie z.B. das Buch »
Fußball – Deutsch, Deutsch – Fußball«, hat die Medienschelte im Grunde auch verdient, ich werde aber den Teufel tun und mich der Horde anschließen, die im stupiden Gleichschritt auf jene Horde eindrischt, die in ebensolch stupidem Gleichschritt den Rubel zum Rollen bringen will.
Es ist doch völlig egal, ob Gerhard Delling wirklich ein Buch mit miserablem Altherren-Humor aus den 50ern geschrieben hat, oder nur seinen Namen dafür hergibt (wenn man irgendwas daran verreissen wollte, dann bestenfalls, dass sich Roger Willemsen (die Schilddrüse Deutschlands) für ein Vorwort hergegeben hat). Diese Art von Buch wird für einen ganz anderen Markt produziert, nämlich für Menschen, die sonst keine Bücher kaufen, wenn sie nicht gerade für 5 Euro vom Springer Verlag verramscht werden. Es muss doch dem Feuilleton egal sein, ob Zewa ein Klopapier zur WM herausbringt, das Johannes B. Kerner empfiehlt.