Wir Blogger...Die Zeit hat unter dem Titel "Intime Notizen für alle" einen
brauchbaren Artikel über Weblog Schreiber und Schreiberinnen veröffentlicht, zu Wort kommen u.a. die Stars der Deutschen Szene Jörg Kantel und Peter Praschl. (Gruß!)
Ich hab
erst vor 3 Tagen geschrieben daß ich die Unterteilung blog vs. Webtagebuch unnötig finde und stimme somit auch Jörg zu wenn er sagt:
»Ein Weblog ist für mich alles, was mit einer entsprechenden Software erstellt wurde.«
Die banalste Unterscheidung muß nun erstmal der Leser selber treffen, entscheiden ob ihn ein weblog interessiert oder nicht, ob einem der Stil zusagt, die Themen, das Webdesign oder wasweißich. Jeder der Schreiber hat natürlich eine andere Motivation, aber letztlich will er mit so einem blog was mitteilen, sonst müßte man das ja nicht auf einer öffentlichen Webseite tun. Ich z.B. mag keine blogs lesen auf denen der Autor nur davon berichtet wie oft, mit wem und mit welcher Bewertung er Sex hatte, wie es seinem Fußpilz oder seinem Leistenbruch geht oder wie er mit seiner Agoraphobie klarkommt.
»Handelt es sich einfach um eine neue Form des medialen Exhibitionismus, wie wir ihn zur Genüge aus Talkshows und Love Parades kennen? Gewiss, in der Weblog-Szene gibt es manchen
"Persönlichkeitsmaniker, der das Schreiben mit dem Herausmegafonieren des Ichs verwechselt", wie Peter Praschl es beschreibt.«
Ja. Es sei denen überlassen die sich dazu berufen fühlen genau diese Daily Talkshow Mentalität zu verbreiten, es gibt davon inzwischen eine ganze Reihe von blog-Beispielen (Deutsche wie Amerikanische).
Andererseits gibts auch Unmengen von blogs die eine interessante oder informative oder unterhaltsame Mischung aus Fakten, Meinungen und persönlichen Dingen bieten ohne in einen Seelen-Striptease zu verfallen. Das ist der Anspruch den ich an mein blog stelle und den auch die blogs die ich auf dieser Seite verlinkt habe für mich erfüllen.