Um 8 gings in den Club und erstmal wars eine positive Überrschung: der ganze Laden ist etwa so groß wie die frühere Theaterfabrik in München und auch ähnlich aufgeteilt (Balkon um 3 Seiten). Gute Akustik, brauchbare Getränkepreise und eine der saubersten Toiletten in ganz Kalifornien.
Bis Living Colour endlich um 23:20 auf die Bühne kamen wurds auch ordentlich voll und das Stehen immer schwerer (ja, mei, das Alter). Erste Band war NPX oder so ähnlich, völlig belangloser Gangster-Rap-Metal, hat keinen so richtig beeindruckt.
Weiter gings mit Weapon of Choice, einer sehr lustigen Truppe mit teilweise 9 Musikern auf der Bühne, darunter eine extrem hübsche und leichtbekleidete Sitar-Spielerin. Vom Stil her sind die etwa mit Fishbone vergleichbar (sind wohl auch Freunde von denen), also Funk-Rock-Jazz-Metal Crossover, aber sehr viel alberner. Hat mir gefallen.
Als nächstes gabs Slapback und die waren nun der schlechteste Teil des Abends. Belangloser HipHop-Funk und zum Schluß eine peinliche Coverversion von AC/DCs "For those about to rock". Gnade!
Living Colour waren dagegen unbeschreiblich, unglaublich gut. Selten sieht man soviel Energie auf einer Bühne und obendrein vier solche Ausnahmemusiker in einer einzigen Band. Das Set war ein guter Querschnitt über die 3 offiziellen Alben plus je ein Song von den Solowerken von Vernon Reids, Corey Glover und Doug Wimbish. Außerdem ein brandneues Lied, es besteht also Hoffnung auf eine neue Platte und mehr Konzerte. Es ist wirklich schwer rüberzubringen wie Living Colour 2001 klingen, auf jeden Fall härfter und komplizierter als auf ihrer Debut-Scheibe und Tour. Vernon spielt Solos, dass Malmsteen langsam dagegen wirkt. Doug quält 4, 5 und 6-saitige Bässe das es eine wahre Freude ist und Will Calhoun hält auch mit allen großen Schlagzeugern mit (incl. Solo). Und Corey Glover ist sowieso eine der ganz großen Stimmen in diesem Musikbereich. Schön war auch anzusehen wieviel Spaß die Jungs auf der Bühne hatten, sicher eines der Top 10 Konzerte aller Zeiten auf meiner Liste.
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