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Das iTunes Update auf dem elterlichen iBook neulich hatte unerwartete Spätfolgen. Ich hatte letztes Jahr zum Glück daran gedacht jedem ein eigenes Benutzeraccount mit entsprechenden Rechten einzurichten, sowie alles was mit iTunes zu tun hat, in das Shared Verzeichnis zu legen bzw. via symlink freizugeben. Das funktionierte auch wunderbar, bis zu jenem Update. Apple verlangt nach jeder Software-Installation, dass der Benutzer die Lizenzbestimmungen akzeptiert und schreibt das in irgendeine Einstellungsdatei. Das hatten wir auch noch gemeinsam gemacht, anscheinend aber nur unter dem Account meines Vaters. So erreichte mich kurze Zeit später der telefonische Hilferuf meiner Mutter, sie könne keine Musik mehr hören, iTunes verlange immer wieder nach dieser Bestätigung, sagt dann was von »kann Datei nicht schreiben« und verschwindet wieder. Im Dateisystem war inzwischen vermutlich mein Vater als Owner der Datei eingetragen.
Was folgte war echter Hardcore-Support-mit dem Headset im Ohr und beiden Händen auf meinem Powerbook war ich der Einsatzleiter in »Mission Impossible«. Nach ein paar wenig erfolgreichen Versuchen das Problem im Finder zu lösen, jagte ich meine arme Ma, die mit ihrem Computer normalerweise nur Excel, Word, Solitaire, iPhoto und iTunes bedient, in die Tiefen des Terminals. Eine Stunde Bash-Shell inklusive »sudo -u root chmod a+rwx ...« via Telefon, es stand uns wohl beiden der Schweiß auf der Stirn. Leider war das Unterfangen nicht erfolgreich, ich muss da demnächst noch mal selbst ran, der Thrill jedoch war einmalig.


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