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moebius Der Moebius-Streifen (nach August Ferdinand Moebius) ist ein sehr sinnfälliges Beispiel angewandter Mathematik; ein Band, das aufgrund seiner Konstruktion nur eine Oberfläche und eine Kante besitzt.
Dann gibt es noch die Moebius-Menschen. Sie leben ihr Leben auf einem Moebius-Streifen ohne es zu merken, vermeintlich immer fortlaufend, letztlich aber immer wieder auf der selben einseitigen Oberfläche. Sie wissen genau wo sie hingehen und lassen sich deshalb von niemandem den Weg weisen oder gar helfen. Sie kennen ihr Leben sehr genau, merken aber dabei nicht, dass sie sich trotz der Erfahrungen die sie über die Zeit machen, nicht weiter entwickeln, auf der Stelle treten. Sie übernehmen nie Verantwortung für ihr Tun, Schuld haben immer nur die Anderen (Eltern, Lehrer, Lebenspartner, Kunden), sie selbst bewegen sich ja auf einer geraden Bahn. Da die restliche Umwelt in unregelmässigen mehrdimensionalen Bahnen verläuft, haben die Moebius-Menschen nur temporäre Begleiter, die ihren Weg kreuzen. Gelegentlich schaffen sie es aus diesem Kreislauf zu entkommen, dazu bedarf es aber eines außerordentlichen Ereignisses, das Erleuchtung und Selbsterkenntnis verursacht, meistens aber auch Hilfe von außen.


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