Schon seit ich in den späten 70ern anfing Science Fiction zu lesen war meine Sehnsucht nach allen technischen Neuerungen sehr groß. Und als ich dann meinen ersten Heimcomputer hatte war mir klar, dass ich in einer Zeit leben darf, die alle technischen Wünsche erfüllen würde. Cyberpunk hat dann entgültig die Türen zur heutigen Welt geöffnet, nur das Interface hinterm Ohr fehlt noch.

    2013 leben wir den Traum: mit iPhone immer online, mit Tablet-Computern, die ungeahnte Rechenleistungen haben, jedes erdenkliche Lied, Buch oder Film sofort zur Verfügung haben. Ja, man tauscht das gegen die totale Überwachung, aber von einer Dystopie sind wir noch ein Stück entfernt.
    Und trotzdem beschleicht mich ein Gefühl, dass im Moment ein paar Entwicklungen in die falsche Richtung laufen. Armbanduhren mit Netzanschluss (Pebble, Samsung Smartwatch et.al) sehe ich nur als Übergangslösung zu echten wearable Computern. Aber 3D Fernseher mit Brille und Google Glass sind für mich nur Unfug, die Hardware Version von Facebook. Diese Technik passt sich nicht an den User an, sondern schränkt ihn ein körperlich ein. Vielleicht bin ich auch nur zu alt für den ganzen Quatsch, aber ich sehe den Mehrwert nicht. Die wichtigen Themen sind doch alternative Energieversorgung im Großen und im Kleinen. Wirkungsgradverbesserung bei Photovoltaik und Marktreife von Graphen-Batterien. Es bleibt die Hoffnung auf echte Veränderung, genau wie schon 1979.


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