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Software Kanon

Vor einigen Wochen veröffentlichte Paul Ford einen längeren Artikel “The Great Works of Software” über die Möglichkeit der Definition eines Software Kanons - eine klare Lesempfehlung.

Mich hat der Artikel dazu inspiriert noch einen anderen Aspekt zu betrachten bzw. noch ein paar spezielle Beispiele hervorragender Software aufzulisten. Leider haben viele Programme das Problem nur in einer Version herausragend bzw. benutzbar zu sein. Der typische (vereinfachte) Lebenszyklus von Software ist
- alpha/beta, d.h. instabil und fehlende Features
- stabil, schön, gut, typische Version 1.2
- Erkrankung an Featuritis und damit Unbedienbarkeit

Um den “sweet spot” der mittleren Phase herum ist meist etwas Platz, aber manchmal muss man schon gezielt ältere Software benutzen um schnell und effizient arbeiten zu können:

Microsoft Excel und Word sind nach Version 2003 (Windows) nicht mehr benutzbar.
Ähnliches gilt für Microsoft Access, das in Version 2003 heute noch zu den absolut unverzichtbaren Tools gilt wenn man es mit SQL zu tun hat - ich kenne Menschen die damit sogar Oracle administrieren.
Photoshop ist natürlich das unverzichtbare Tool für Bildbearbeitung. Faktisch wurde aber seit der CS13 für jedes gute und brauchbare Werkzeug ein mehrfaches an Leidensbereitschaft beim Anwender gefordert.

Die Liste an wichtigen Utilities die ich heute auf einem Arbeitsrechner einsetze bzw. erwarte ist nicht Teil eines Kanons, aber hinweisen möchte ich zumindest auf die Minimalkonfiguration auf jedem meiner Macs:
- Alfred
- Textexpander
- 1Password
- TotalFinder
- Forklift

Einen brauchbaren Texteditor erkennt man nicht an den Features allein, sondern daran wie gut man sich an ihn gewöhnt hat um ihn blind bedienen zu können, bei mir ist das Textmate in der Version 1.5.x
Aus der Masse der iOS Apps möchte ich nur GoodReader hervorheben, PDF Viewer und Editor mit allem was man braucht, ersetzt mir 3 bis 4 andere Programme.
Webapps gibt inzwischen auch einige sehr hilfreiche, genannt sei hier vor allem Workflowy. Bleibt zu hoffen, dass das hier nicht zu schnell wahr wird:

Wird gelegentlich erweitert.

Music 2013

Die Platten des Jahres für mich, also ohne Einschränkungen von vorne bis hinten gut:

  • Steven Wilson: The Raven that refused to sing
  • Prefab Sprout: Crimson/Red

Mein persönlicher Sampler 2013, wie immer nicht unbedingt nur neue Musik oder wirklich die besten Songs, aber alles was irgendwie in diesem Jahr wichtig für mich war:

  1. Bilderbuch - Maschin
  2. Bilderbuch - Plansch
  3. IAMX - I Come With Knives
  4. Everything Everything - Kemosabe
  5. Sohn - The Wheel
  6. Anthrax - TNT
  7. Black Sabbath - God Is Dead
  8. Dream Theater - The Enemy Inside
  9. Ghost - If You Have Ghosts
  10. Steven Wilson - Drive Home
  11. Queens of the Stone Age - If I Had A Tail
  12. Ohrenfeindt - Auf Die Fresse Ist Umsonst
  13. LaBrassBanda - Holland
  14. Prefab Sprout - Billy
  15. Selig - Ich Lüge Nie
  16. Edu K - Funkeiro Blue
  17. Koenigleopold - Kohlhauser

Und die Enttäuschungen des Jahres, die Platten dieser Künstler haben so gar nicht für mich funktioniert:

  • David Bowie
  • Nine Inch Nails
  • The Lonely Island

auf ein lautes 2014!

living the dream

Schon seit ich in den späten 70ern anfing Science Fiction zu lesen war meine Sehnsucht nach allen technischen Neuerungen sehr groß. Und als ich dann meinen ersten Heimcomputer hatte war mir klar, dass ich in einer Zeit leben darf, die alle technischen Wünsche erfüllen würde. Cyberpunk hat dann entgültig die Türen zur heutigen Welt geöffnet, nur das Interface hinterm Ohr fehlt noch.
    2013 leben wir den Traum: mit iPhone immer online, mit Tablet-Computern, die ungeahnte Rechenleistungen haben, jedes erdenkliche Lied, Buch oder Film sofort zur Verfügung haben. Ja, man tauscht das gegen die totale Überwachung, aber von einer Dystopie sind wir noch ein Stück entfernt.
    Und trotzdem beschleicht mich ein Gefühl, dass im Moment ein paar Entwicklungen in die falsche Richtung laufen. Armbanduhren mit Netzanschluss (Pebble, Samsung Smartwatch et.al) sehe ich nur als Übergangslösung zu echten wearable Computern. Aber 3D Fernseher mit Brille und Google Glass sind für mich nur Unfug, die Hardware Version von Facebook. Diese Technik passt sich nicht an den User an, sondern schränkt ihn ein körperlich ein. Vielleicht bin ich auch nur zu alt für den ganzen Quatsch, aber ich sehe den Mehrwert nicht. Die wichtigen Themen sind doch alternative Energieversorgung im Großen und im Kleinen. Wirkungsgradverbesserung bei Photovoltaik und Marktreife von Graphen-Batterien. Es bleibt die Hoffnung auf echte Veränderung, genau wie schon 1979.

Not Needed Anymore 2

Weiter mit dem Frühjahrsputz. Diesmal mussten 2 Zeitungsabos dran glauben, ich habe die Süddeutsche und Die Zeit gekündigt. Natürlich lese ich sie gerne gelegentlich mal, aber ähnlich wie der Spiegel wurden auch diese Blätter immer boulevardesker und damit entbehrlicher.

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Black Mirror

Holy cow, is »Black Mirror« an amazing show. 6 episodes of finest, scariest, and maybe a bit cynical Science Fiction. Not the space opera kind but as as Charlie Brooker, the creator of the series noted:

“each episode has a different cast, a different setting, even a different reality. But they’re all about the way we live now – and the way we might be living in 10 minutes’ time if we’re clumsy.”

Took me way too long to realize that this is from the same Charlie Brooker that wrote Nathan Barley.
Thanks to @thatguyinberlin for pointing me in the right direction.

Not Needed Anymore

Über die Jahre habe ich mich bei etlichen Webseiten angemeldet und Services ausprobiert. Nebenbei, ohne One Password wäre ich hilflos. Beim aktuellen Frühjahrsputz sind jetzt weitere Logins still gelegt worden und kann nur empfehlen auch zu überprüfen, ob diese Dienste noch benötigt werden.

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Relevant nicht gleich toll

Twitter, Blogs, und inzwischen auch die Feuilletons sind voll der Lobhudelei über die neuen Platten von David Bowie und Depeche Mode. Ich mag den Herren ihre Vergangenheit und die Verdienste um die Popmusik nicht absprechen und auch unter den neuen Songs sind noch ein paar erträgliche Sachen dabei, aber brauchen tut man das alles eigentlich nicht. Depeche Mode sind ohnhin sowas wie die AC/DC des Elektropop, seit Jahrzehnten immer wieder die selbe Platte in neuer Verpackung. Den Fan freuts, der Rest der Welt nimmts hin. Und Bowie inszeniert sich besser als die meisten Popstars, inklusive Foto- und Kunst-Ausstellung, und multimedial sowieso. Deswegen ist »The Next Day« trotzdem mit jeder Menge Füllmaterial versehen und insgesamt langweilig.

Kalauerdichte

Die Geschwindigkeit der Nachrichtenverbreitung kombiniert mit der grassierenden Witzelsucht auf Twitter macht das Netz an manchen Tagen nur schwer erträglich.
Mehdorn, BER, Pferd, Chavez, Til Schweiger, FDP, Papst, etc., nimm zwei davon und assoziere den naheliegendsten Kalauer. Klar, in 140 Zeichen geht nicht viel mehr, aber ein klein wenig mehr Anspruch sollte schon möglich sein, sonst versinkt Deutschland irgendwo im Flachwasser zwischen der Heute-Show und Atze Schröder.

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